
In der Glättungsanlage beginnt alles mit dem Glasstück. Wenn dieses Glas mit einer ungleichmäßigen Temperatur – oder an einem kühlen Punkt – in den Ofen gelangt, wird das sofort sichtbar: Verformungen, Risse usw. Das Glasstück wird bereits bevor es überhaupt eine Chance hat, verschwendet. Wir nutzen Infrarotlampen zur Erwärmung des Glasstücks, um solche Verschwendungen von vornherein zu verhindern.
Was technisch wichtig ist:
Wir verwenden Kurzwellen-Infrarotquarzlampen. Diese strahlen direkte Strahlung auf das Glasstück ab und erwärmen dadurch die Oberfläche schnell – ohne Zeit mit der Erwärmung der Luft zu verschwenden. Die Reaktionszeit ist nahezu sofortig, sodass die Lampe mit der Geschwindigkeit der Produktionslinie sowie den sich ändernden Abmessungen des Glasstücks mithalten kann, ohne aus dem Takt zu geraten.
Das Heizprofil bleibt konstant, da die Leistung der Lampen stabil ist und die Geometrie des Reflektors für eine präzise Wärmeverteilung sorgt. Die Steuerung ist einfach – es werden Signale im Bereich 4–20 mA oder 0–10 V verwendet. Zudem ist der Lampenkörper für industrielle Spannungen sowie extreme Bedingungen geeignet.
In der Praxis erreicht das Glasstück die gewünschte Temperatur schneller, mit weniger Wärmeausfällen und geringeren Schwankungen zwischen den verschiedenen Produktionsschritten.
Warum das funktioniert:
Bei der Glättung ist eine genaue Temperaturkontrolle unerlässlich, sobald das Glasstück den Ofen verlässt. Wir erhitzen das Glasstück im Voraus, damit der Ofen bei einer konstanten Temperatur arbeiten kann. Dadurch wird Stress sowie optische Verzerrungen reduziert.
Die schnelle Reaktionszeit sorgt außerdem dafür, dass die Produktionslinie effizient funktioniert. Wenn sich die Abstände ändern, bleibt das Heizelement weiterhin konstant. Der Energieverbrauch sinkt, da die Wärme nur dann bereitgestellt wird, wenn sie benötigt wird – anstatt in unnötige Konvektionsprozesse investiert zu werden. Das Ergebnis sind weniger Ausschussprodukte, eine bessere Gleichmäßigkeit der Oberfläche sowie ein Ofen, der ruhiger arbeitet.
Die Details, die dafür sorgen, dass alles funktioniert:
Infrarotstrahlung benötigt eine freie Sichtlinie. Halten Sie daher das Fenster der Lampe sauber und ausgerichtet – Staub und Ablagerungen können die Wärmeverteilung stören.
Passen Sie die Lampe an die Größe des Glasstücks sowie die Geschwindigkeit seiner Bewegung an. Wir gestalten die aktive Zone so, dass keine Kaltstellen entstehen. Für eine vollständige Integration müssen Montage, Luftstrom und Stromanschlüsse optimal auf die Anordnung der Produktionslinie abgestimmt werden.